An diesem besonderen Kraft- und Erholungsort wurde im Jahr 1908 der Herkuleshof zunächst als Jagdhaus errichtet.
Nun befindet sich hier der Gasthof Herkuleshof, welcher am Danielsberg auf ca.
960 m Seehöhe an einem kleinen Naturteich liegt.
Seit 1955 ist der Danielsberg mit dem Herkuleshof im Besitz der Familie Viehhauser aus Kleinarl im Pongau.
Der Danielsberg ist ein heiliger Berg mit Tradition seit 6.000 Jahren. Auf seiner Spitze befindet sich
die Wallfahrtskirche St. Georg.
Die ersten Grundbuch-Eintragungen des Herkuleshofes auf dem Danielsberg gehen zurück auf das Jahr 1884, als Paul Bugelnig als Eigentümer des Anwesens erwähnt wurde. Bevor der Besitz im Jahr 1905 vom k.u.k. Hofrat Kaltenegger aus Brixen erworben wurde, waren Franz und Maria Ebner die Eigentümer. Hofrat Kaltenegger war Besitzer der Burg Falkenstein, er renovierte diese und erweiterte sie um den auffälligen Turm.

Der Besitz ging 1912 an seine Tochter Johanna Pejicic über.
Zwischen 1912 und 1936 gab es zehn Besitzer, die aber großteils nicht selbst
hier lebten und arbeiteten sondern sich meist vertreten ließen.
Der Vollständigkeit halber seien sie namentlich erwähnt:
Johann Golliasch, Alois Swoboda (Fabrikant aus Wien), Josef Barnert,
Robert Dombraoski, Familie Emil und Kathrin Jirsch, Familie Josef und
Leopoldine Gröbner, Familie Gottfried und Maria Kornher und Familie
Josef und Anna Ritz (die auch Mühlenbesitzer am Rieggenbach waren).
Im August 1936 erwarben die Brüder Franz und Wilhelm Alfons Israel Sohn
den Herkuleshof, da die beiden jüdischen Kaufleute ihre Geburtsstadt Berlin
im Zuge der immer stärker werdenden Repressalien gegen die Jüdische
Bevölkerung Deutschland verlassen mußten.
Sofort nach dem Anschluß am 13. März 1938 wurde von Maria Paulitsch
ein Arisierungsverfahren in Gang gesetzt und bereits fünf Wochen nach dem
Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich wurden Maria Paulitsch und
Ingeborg Maria Gradmtzer (Tochter der M. Paulitsch aus erster Ehe) als
grundbücherliche Besitzer eingetragen.
Franz Sohn ging nach London, um der Deportation zu entgehen,
sein Bruder Wilhelm wurde nach Bendorf-Sayn in
Rheinland-Pfalz deportiert und dann im Mai 1942 in ein KZ in den Osten deportiert und dort vergast.
Im gleichen Jahr wurde Herr Paulitsch wegen schweren Betruges an einem Spittaler Rechtsanwalt
zu einer KZ-Strafe verurteilt, aus der er nicht zurückkehrte. Im Zuge des Verfahrens wurde
auch seine Frau enteignet.
Mit dem 10. April 1942 scheint dann die NSDAP als Eigentümer auf, von da an bis zum
Kriegende wurde der Herkuleshof als Heeresausbildungs- und Erholungslager genutzt.
Frau Paulitsch blieb aber bis 1955 die Bewohnerin des Hauses.
1948 übernahm die Republik Österreich das Erbe auf dem Berg und erst 1952
konnten die Besitzverhältnisse endgültig geklärt werden.
Die Erbengemeinschaft bestehend aus Franz Sohn, Dieter Sohn und Frieda Lehmann,
war schließlich mit 31. Oktober 1952 Besitzer.

"Nach kurzen Verhandlungen mit der Familie Sohn haben wir, die Greti und ich,
den Herkuleshof erworben und sind am 18. Mai 1955 eingezogen.
Die Eröffnung feierten wir zu Pfingsten 1955. Wir haben begonnen,
mit einigen Reisebüros zusammenzuarbeiten und am 26. Juni. 1955 sind die ersten
Pensionsgäste eingetroffen. Im August hatten wir bereits 18 Gäste im Haus,
welche sich auch wegen der sehr schönen Lage sehr wohl gefühlt haben.
Auch die Einheimischen der näheren Umgebung haben uns fleißig besucht.
Nachdem der Fremdenverkehr in den 60er und 70er Jahren ständig zunahm, war es
uns möglich, das Haus nach und nach aus- und umzubauen. Die erste Lichtleitung
mußte ich noch selbst bauen, genauso Weg und Telefon.
Es ging eigentlich immer alles relativ reibungslos, da uns von den benachbarten
Grundbesitzern, mit wenigen Ausnahmen, niemand Schwierigkeiten bereitete.
Unterstützung beim Straßenbau und bei der Asphaltierung bekamen
wir von der Gemeinde Kolbnitz.
So ist es uns gelungen, mit Unterstützung unserer Kinder und der
Hilfe Gottes den Herkuleshof auf dem Danielsberg bis heute zu erhalten."